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Was kostet die DGUV V3 Prüfung? Kosten & Steuervorteile

Die DGUV V3 Prüfung ist gesetzliche Pflicht, doch die Kosten variieren erheblich. Zwischen dem günstigsten und teuersten Anbieter können die Preise um 40 Prozent auseinanderliegen. Dieser Ratgeber gibt Ihnen eine realistische Kostenübersicht, erklärt die Einflussfaktoren und zeigt, wie Sie die Prüfkosten steuerlich geltend machen und optimieren.

Realistische Kostenübersicht nach Gerätetyp

Die Kosten einer DGUV V3 Prüfung setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Die folgende Tabelle zeigt die marktüblichen Preisspannen für verschiedene Gerätetypen.

Gerätetyp Preis pro Gerät Inkl. Protokoll Typische Beispiele
Ortsveränderliche Geräte (einfach) 3 - 5 € Ja Tischlampe, Ventilator, Ladegerät
Ortsveränderliche Geräte (komplex) 5 - 8 € Ja Drucker, Kopierer, Kaffeevollautomat
Verlängerungskabel / Mehrfachstecker 2 - 4 € Ja Kabeltrommel, Steckdosenleiste
Ortsfeste Geräte 20 - 45 € Ja Durchlauferhitzer, Klimaanlage, Heizung
Ortsfeste Anlagen (pro Stromkreis) 80 - 150 € Ja Unterverteilung, Hauptverteilung
Maschinen / Produktionsanlagen 40 - 120 € Ja CNC-Fräse, Schweißgerät, Kompressor
Hinweis: Die Preise verstehen sich als Nettopreise. Hinzu kommen ggf. Anfahrtskosten (oft pauschal 30 bis 80 Euro) und Kosten für die Prüfplaketten (0,30 bis 0,50 Euro pro Stück). Viele Anbieter bieten ab einer bestimmten Geräteanzahl kostenfreie Anfahrt an.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis?

Die konkreten Kosten Ihrer DGUV V3 Prüfung hängen von mehreren Faktoren ab, die Sie teilweise selbst beeinflussen können.

  • Geräteanzahl: Je mehr Geräte geprüft werden, desto niedriger der Stückpreis. Ab 50 Geräten sinken die Preise deutlich, ab 200 Geräten sind Staffelpreise üblich
  • Gerätevielfalt: Einheitliche Geräte (z.B. nur Monitore) lassen sich schneller prüfen als ein bunter Mix aus verschiedenen Kategorien
  • Zugänglichkeit: Müssen Geräte erst ausgebaut oder freigelegt werden, steigt der Zeitaufwand und damit der Preis
  • Standort: In ländlichen Regionen fallen oft höhere Anfahrtskosten an, dafür sind die Stundensätze tendenziell niedriger
  • Erstprüfung vs. Wiederholungsprüfung: Die Ersterfassung mit Inventarisierung ist aufwändiger als eine reine Wiederholungsprüfung
  • Dokumentationsumfang: Digitale Protokolle mit Barcode-Erfassung kosten etwas mehr, sparen aber langfristig Verwaltungsaufwand

Steuerliche Absetzbarkeit der Prüfkosten

Die gute Nachricht: DGUV V3 Prüfkosten sind vollständig als Betriebsausgaben steuerlich absetzbar. Dies gilt für alle Unternehmensformen.

  • Betriebsausgabe: Die Prüfkosten mindern den Gewinn und damit die Steuerlast direkt im Jahr der Durchführung
  • Vorsteuerabzug: Die auf den Prüfkosten enthaltene Umsatzsteuer kann als Vorsteuer geltend gemacht werden
  • Instandhaltungskosten: Auch Reparaturen, die im Rahmen der Prüfung anfallen, sind Betriebsausgaben
  • Dokumentation: Bewahren Sie die Rechnungen mindestens 10 Jahre auf, da sie sowohl steuerlich als auch für die Prüfdokumentation relevant sind
Steuertipp: Planen Sie die Prüfung so, dass die Rechnung in ein Geschäftsjahr mit hohem Gewinn fällt. So maximieren Sie den steuerlichen Vorteil. Bei größeren Prüfvolumina kann auch eine Aufteilung auf zwei Geschäftsjahre sinnvoll sein.

Versicherungsprämien senken durch regelmäßige Prüfung

Einige Versicherungen gewähren Rabatte auf die Betriebshaftpflicht- oder Sachversicherungsprämie, wenn der Betrieb regelmäßige DGUV V3 Prüfungen nachweisen kann.

  • Betriebshaftpflicht: Manche Versicherer reduzieren die Prämie um 5 bis 15 Prozent bei Nachweis regelmäßiger Elektroprüfungen
  • Feuerversicherung: Lückenlose Prüfdokumentation kann als Risikominderung anerkannt werden
  • Berufsgenossenschaft: Im Schadensfall kann die BG die Prüfnachweise anfordern. Fehlen diese, droht ein Regress der Leistungen
Achtung: Versäumte Prüfungen können im Schadensfall teuer werden. Wenn ein Brand durch ein ungeprüftes Gerät entsteht, kann die Versicherung die Leistung kürzen oder komplett verweigern. Die Kosten einer Prüfung stehen in keinem Verhältnis zum möglichen Schaden.

5 Tipps zur Kostenoptimierung

  1. Angebote vergleichen: Holen Sie mindestens drei Angebote ein. Die Preisunterschiede zwischen Anbietern betragen oft 20 bis 40 Prozent bei gleicher Leistung
  2. Geräte vorab inventarisieren: Erstellen Sie eine Liste aller prüfpflichtigen Geräte mit Standort. So spart der Prüfer Zeit vor Ort und der Stückpreis sinkt
  3. Sammeltermine nutzen: Bündeln Sie die Prüfung aller Geräte an einem Termin. Mehrere Anfahrten erhöhen die Kosten unnötig
  4. Langfristvertrag abschließen: Vereinbaren Sie einen Rahmenvertrag über 2 bis 3 Jahre. Viele Anbieter gewähren dafür Rabatte von 10 bis 20 Prozent
  5. Gerätebestand optimieren: Aussortierte oder nicht mehr genutzte Geräte müssen nicht geprüft werden. Eine Bestandsbereinigung vor der Prüfung spart bares Geld

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Rechenbeispiel: Büro mit 80 Geräten

Um die Kosten greifbar zu machen, hier ein konkretes Rechenbeispiel für ein mittelgroßes Büro.

Position Anzahl Einzelpreis Gesamtpreis
Monitore 25 4,00 € 100,00 €
Laptops / Netzteile 20 4,50 € 90,00 €
Mehrfachstecker / Verlängerungen 15 3,00 € 45,00 €
Drucker / Kopierer 5 6,00 € 30,00 €
Küchengeräte (Kühlschrank, Mikrowelle, etc.) 8 5,00 € 40,00 €
Sonstige (Ventilator, Tischlampe, etc.) 7 4,00 € 28,00 €
Anfahrtspauschale 1 45,00 € 45,00 €
Prüfplaketten 80 0,40 € 32,00 €

Gesamtkosten netto: ca. 410 Euro (entspricht rund 5,13 Euro pro Gerät inkl. Anfahrt und Plaketten). Bei einem durchschnittlichen Steuersatz von 30 Prozent reduzieren sich die effektiven Kosten durch die steuerliche Absetzbarkeit auf rund 287 Euro.

Vorsicht bei Billigangeboten: Angebote unter 2 Euro pro Gerät sind oft unseriös. Typische Risiken: verkürzte Prüfung ohne vollständige Messung, fehlende oder unvollständige Protokolle, nachträgliche Aufpreise für Dokumentation und Anfahrt. Eine mangelhafte Prüfung hat im Schadensfall denselben Effekt wie keine Prüfung.

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Häufig gestellte Fragen

Wer bezahlt die DGUV V3 Prüfung?

Die Kosten trägt der Arbeitgeber bzw. Betreiber. Die DGUV V3 Prüfung ist eine gesetzliche Pflicht des Unternehmers. Die Kosten dürfen nicht auf Mitarbeiter umgelegt werden. Bei Mietobjekten kann die Kostentragung vertraglich zwischen Vermieter und Mieter geregelt werden.

Sind Billigangebote unter 3 Euro pro Gerät seriös?

Extreme Niedrigpreise unter 3 Euro sollten kritisch hinterfragt werden. Oft wird bei solchen Angeboten an der Prüftiefe gespart, die Dokumentation ist mangelhaft oder es werden versteckte Kosten für Anfahrt und Protokolle nachberechnet. Ein seriöser Prüfer arbeitet gründlich und dokumentiert vollständig.

Lohnt sich ein Vergleichsportal für die DGUV V3 Prüfung?

Ja, ein Vergleichsportal kann erhebliche Einsparungen bringen. Erfahrungsgemäß liegen die Preisunterschiede zwischen Anbietern bei 20 bis 40 Prozent. Durch den Vergleich mehrerer Angebote finden Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für Ihren Betrieb.

Fazit: DGUV V3 Prüfung ist günstiger als gedacht

Die Kosten für eine DGUV V3 Prüfung sind überschaubar und stehen in keinem Verhältnis zum Haftungsrisiko bei versäumter Prüfung. Durch Angebotsvergleich, steuerliche Absetzbarkeit und mögliche Versicherungsrabatte lassen sich die effektiven Kosten weiter senken. Ein typisches Büro mit 80 Geräten zahlt netto rund 400 Euro, nach Steuerersparnis sogar deutlich weniger.

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e Checko Redaktion

Fachberatung rund um DGUV V3 und elektrische Sicherheit

Tags: DGUV V3 Kosten Steuervorteile E-Check Preis

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